Aktion "Frauen ans Netz" |
|
Im September 1999 startete die bundesweite Aktion "Frauen ans Netz". Die Aktion war eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, T-Online, der Deutschen Telekom AG, der Zeitschrift Brigitte, der Inititive "Frauen geben Technik neue Impulse" und der Bundesanstalt für Arbeit. In über 100 Städten fanden mehr als 1200 Internet-Schnupperseminare für Frauen statt.
Einer der Seminarstandorte waren die Schulungsräume der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben in Gifhorn, hier fanden unter der Leitung von Elke Schmidt (vorm. Szillat) 15 Seminare statt.
Quelle: Braunschweiger Zeitung/ Gifhorner Rundschau, 1999-10-22
Mehr als 200 Gifhornerinnen nehmen an bundesweiter Aktion Frauen ans Netz teil
Internetseminar: erst schnuppern, dann surfen
GIFHORN (ist) Frauen ans Netz!
Dieser bundesweiten Initiative haben sich
auch mehr als 200 Frauen aus Gifhorn angeschlossen. In mehr als 100 deutschen
Städten finden derzeit kostenlose Internetschnupperkurse für Frauen statt. Wie
komme ich an eine E-Mail-Adresse? Ist Online-Banking wirklich sicher? Kommen durch
das Surfen im Internet Viren auf meinen Computer? Was ist ein Chat-Room? Diese
und viele andere Fragen rund um das Thema Internet beantwortete Elke Schmidt am
Donnerstag in den Räumen von Arbeit und Leben.
"Gifhorn ist ein Schwerpunkt dieser Aktion, hier haben sich bezogen auf die Größe der Stadt extrem viele Frauen angemeldet", informierte Petra Kleinert, Gleichstellungsbeaufragte bei der Telekom. "Bundesweit werden es mehr als 20 000 Frauen sein, die sich in einem solchen Kursus erste Informationen über das Internet holen." Partner dieses von Sponsoren aus der Wirtschaft getragenen Projekts ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
EDV-Referentin Elke Schmidt machte den Teilnehmern zunächst die Unterschiede zwischen
analogen und digitalen Internetanschlüssen deutlich und ging auf die verschiedenen
Nutzungsmöglichkeiten ein. Praktische Tipps wie "Einkaufen im Internet ist einfach,
aber Vorsicht, wenn sie mit Kreditkarte bezahlen. Seriöse Anbieter liefern auf
Rechnung oder per Nachnahme!" gab's für die Teilnehmerinnen gleich mit dazu.
Aber auch zur Recherche oder zum Studium ist das Internet nach den Worten der
Referentin ein perfektes Medium. "Es gibt inzwischen schon Studiengänge,
die praktisch ausschließlich übers Internet laufen."
Zunächst aber wurde theorisiert. Es ging um die Zusammensetzung der E-Mail-Adresse ("Wenn Sie Meier oder Müller heißen, sollten Sie nicht ihren Namen verwenden") aber auch um das Passwort für das Surfen im Netz, das besser nicht auf der Festplatte gespeichert werden sollte.
Jede Teilnehmerin hatte gestern einen Bildschirm, und so standen Übungen im Mittelpunkt des Seminars. Ob die Homepage der Landrätin, Informationen über Weiterbildungsmöglichkeiten oder der erste Blick in den Chat-Room, die Möglichkeiten des Mediums wurden eifrig genutzt.